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Ausbildung

Fachdidaktischer Grundkonsens

 

FACHDIDAKTISCHER GRUNDKONSENS

der Fachdidaktik-Lehrenden am Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien

 

Lehr-/Lernprozesse im GWK-Unterricht sind immer (fach)didaktisch zu begründen! Das verpflichtet die Lehrenden, ausgehend von ausgewählten didaktischen Konzepten und Modellen, unterrichtsrelevante Inhalte und Methoden in Lehr-/Lernprozesse überzuführen.

 

Folgende didaktische Konzepte und Modelle gehören zum Standardprogramm der universitären Lehramtsausbildung und damit zum Begründungswerkzeug für die fachdidaktische Ausrichtung des GWK – Unterrichts:

  • Curriculumtheoretische Didaktik
  • Kritisch-Konstruktive Didaktik
  • Lehr-Lerntheoretische Didaktik
  • Konstruktivistische Didaktikansätze

 

Die Lehr-/Lernprozesse des GWK-Unterrichts sind entsprechend folgender didaktischer und methodischer Prinzipien zu inszenieren:

  • Schülerorientierung/Lebensweltorientierung
  • Handlungsorientierung
  • Aktualitätsorientierung/ Zukunftsorientierung
  • Orientierung am Prinzip des Exemplarischen
  • Orientierung an Qualifikationsansprüchen, die zur Lösung komplexer Problemstellungen befähigen (Kompetenzorientierung)
  • Orientierung am Prinzip der inhaltlichen Mehrperspektivität und methodischen Vielfalt
  • Politische Bildung auf Basis gesellschaftskritischer Reflexionen
  • Individualisiertes und kooperatives Lernen

 

Die Berücksichtigung zumindest folgender unterschiedlicher Raumkonzepte der Fachwissenschaft  im Rahmen von Lehr-/Lernprozessen wird als unverzichtbar erachtet:

  • Geographischer Raum
  • Relationaler Raum
  • Wahrnehmungsraum
  • Konstruierter Raum

 

Auf folgende zusätzliche Aspekte der Themenerschließung ist im GWK-Unterricht zu achten:

  • Geschlechtersensibilität
  • Wirklichkeitsnähe und Alltagstauglichkeit
  • Reflexion von Wahrnehmungsmustern
  • Konflikt- und Widerspruchspotenzial
  • Berufsorientierung
  • Interkulturalität


 

Professionalisierung

Leistung und ihre Bewertung in Geographie und Wirtschaftskunde – Trittsteine einer förderlichen Leistungsbewertung

Herbert Pichler FDZ-Geographie und Wirtschaftskunde Wien

 

Wie wir im GW-Unterricht Leistung feststellen und bewerten beeinflusst maßgeblich, was von Schülerinnen und Schülern als wichtig wahrgenommen und somit auch gelernt wird (oder nicht). Daher lohnt ein genauerer Blick auf die Praxis der „Prüfungskultur“: Welche Leistungen werden wie mit welchem Ziel „geprüft“?

Dieser kurze Beitrag reißt die Wirkungen und Nebenwirkungen tradierter Formen der Leistungsfeststellung und –bewertung an. Im Anschluss wird ein Zugang zu zwei praxisrelevanten Publikationen zum Thema geschaffen, die das Thema für Lehrerinnen und Lehrer aufbereiten und zahlreiche neue Ideen für eine förderliche Leistungsbewertung anbieten. Schließlich bietet ein vielfältiger Katalog an Leitfragen die Möglichkeit, die eigene Praxis kritisch zu reflektieren und Orientierungspunkte für die Weiterentwicklung einer Prüfungskultur in Geographie und Wirtschaftskunde, die das Lernen fördert.


Schrift:

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